Ausgangslage
Wie Sie wissen, sind viele öffentliche und private Organisationen in der Schweiz Opfer von Cyberkriminellen geworden, darunter auch Schweizer Gemeinden. Gemeinden können als kleine IT-Infrastrukturen charakterisiert werden, oft mit einer begrenzten Anzahl von Servern vor Ort und einer großen Anzahl von verwalteten und nicht verwalteten (privaten) Computern.
In der Regel gibt es nur ein begrenztes IT-Supportteam, das sich um diese Infrastruktur kümmert. Es handelt sich um eine ganz besondere Situation, in der die Dienste cloud X-mal sicherer sein können als auf lokalen Servern.
Im Rahmen einer Gemeindefusion wurde uns ein Auftrag zur migration eines Servers Exchange auf „Exchange Online“ (EXO)in einer gemeinsamen Instanz Microsoft 365 .Ziel der Ausschreibung war es, den richtigen Partner auszuwählen, der die Gemeinden bei dieser migration unterstützt.
Aufgrund eines engen Zeitplans und des Fehlens einerExchange Hybrid-Lösung haben wir beschlossen, die E-Mail-Postfächer mit einem Drittanbieter-Tool zu migrieren.
Zweck
Das Ziel dieses Einsatzes war es, die E-Mail-Postfächer der Gemeinde auf Exchange Online zu migrieren und die beiden E-Mail-Systeme in einem einzigen E-Mail-System cloud (ein einziger Server für beide Gemeinden) zusammenzuführen. Anschließend sollte eine neue E-Mail-Domain hinzugefügt werden, wobei sichergestellt werden musste, dass Nachrichten, die an die alten Adressen gesendet werden, korrekt weitergeleitet werden.
Jede Gemeinde nutzt etwa 90 E-Mail-Postfächer (BaL). Es gab kein gemeinsames E-Mail-Postfach für beide Domänen, das heißt, jeder Benutzer war nur der einen oder der anderen zugeordnet. Die neue E-Mail-Domäne sollte ausschließlich auf Exchange Online (EXO) implementiert werden.
Konzept
Vor der „ migration “ sah die Situation so aus, dass die Domäne AD der „Gemeinde A“ bereits mit AAD Connect auf einer O365-Tenant-Instanz konfiguriert war, wobei die E-Mail-Dienste auf EXO gehostet wurden.
Die „Gemeinde B“ verfügte über einen eigenen Active Directory mit einem Server Exchange OnPrem 2016. Im Rahmen der Umstrukturierung der beiden Gemeinden war vorgesehen, eine weitere AD mit Verknüpfungen zwischen diesem neuen AD und denen der Gemeinden A und B; die Benutzerkonten sollten in ihren AD jeweiligen Systemen verbleiben.
Das Ziel auf der Ebene der E-Mail war es, die Postfächer von "Gemeinde B" in den Tenant von "Gemeinde A" zu migrieren und dabei ihre bestehenden E-Mail-Adressen beizubehalten.
In einem zweiten Schritt wurde für alle Postfächer eine neue E-Mail-Adresse festgelegt.
Architektur vor der migration

Architektur nach der migration

Schließlich haben wir dem Kunden den Support nach der „migration “ sowie die erforderlichen Schulungen bereitgestellt, damit er so selbstständig wie möglich arbeiten kann. Nach Abschluss der „ migration “ haben wir ihren Server Exchange OnPrem außer Betrieb genommen.
Ergebnis
Die neue Gemeinde kann nun auch mit eingeschränkter Computerunterstützung das von Microsoft geschützte E-Mail-System sicher nutzen.


